Die
Aufgabe eines Samplers ist es, beliebige Klänge - seien
es etwa Geräusche, Instrumente, Bandpassagen - aufzuzeichnen,
zu speichern und auf einer Tastatur oder über MIDI spielbar
und steuerbar zu machen.
Warum aber sollte man die akustischen oder oft auch elektronischen
Vorbilder ausgerechnet sampeln, wo doch das Original ohnehin
meist das Beste ist?
Dafür gibt es viele Gründe. Hier die wichtigsten in
der Reihenfolge der Priorität:
- Das Original lässt
sich nicht auf Tasten spielen bzw. über einen Sequenzer
ansteuern. Das gilt beispielsweise für alle akustischen
Instrumente und Klangkörper. Einmal im Sampler, lässt
sich jedes Instrument über Klaviatur und Controller
spielen.
- Das Original ist nicht
immer oder überall verfügbar oder nicht transportabel.
Bei Chören und Orchestern leuchtet das sofort ein,
aber auch ein schwerer Flügel oder eine große
Hammond-Orgel stellen Live-Musiker vor gewichtige Transportprobleme.
- Eine einzelne Person
möchte diverse Klänge gleichzeitig und separat
voneinander zur Verfügung haben. Mit dem Sampler kann
ein Einzelner beispielsweise seine Songideen allein und
bis zu einem beachtlichen Grad an Perfektion umsetzen, ohne
sich um die Limitierungen akustischer Instrumente, seines
Budgets, der Aufnahmeräume oder anderer Parameter kümmern
zu müssen.
- Der Klang des Originals
soll als Grundlage für neue Kreationen verwendet oder
in eine bestimmte Richtung gelenkt bzw. völlig verändert
werden. Im Sampler lassen sich die Eigenschaften von Klängen
durch Filter, Hüllkurven oder Modulationen gezielt
verändern und so präziser einsetzen. Der Grad
der Manipulation reicht vom weicheren Charakter bis zur
Erzeugung völlig neuer Klänge.
- Klänge, Geräusche
oder aufgenommene Passagen sollen synchron zu einer Musik
oder einem Film angespielt werden.
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