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Synthesizer, Sampler, MIDI &
Co.
Einstieg in die Welt der elektronischen Klangerzeuger
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Die
ersten Digitalpianos
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Vor
dem Digital-Piano gab es zunächst einige E-Pianos, deren
Klangerzeugung weitgehend nach einem elektromagnetischen Prinzip
funktionierte. Die Klänge dieser Instrumente hatten mit
dem akustischen Vorbild wenig gemein, sind allerdings auf Grund
ihres eigenständigen Klangcharakters noch heute sehr beliebt.
Aus diesem Grund besitzt auch jedes Digitalpiano mindestens
ein E-Piano-Preset, das einem dieser Instrumente nachempfunden
ist.
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Erst mit Einzug der Sampling-Technologie
gab es erstmals Resultate, bei denen man von einer "realistischen
Nachbildung" sprechen konnte. Dem Traum vom perfekten elektronischen
Klavier kam man damit zwar einen bedeutenden Schritt näher,
jedoch zeigten sich schon bald die Schwächen des Samplings.
Da Samples lediglich eine Momentaufnahme sind, entsteht ein
sehr statischer Klangeindruck, der sich kaum mit dem lebhaften
Klangverhalten eines akustischen Klaviers vereinbaren lässt.
Im Übrigen waren in diesem Punkt die E-Pianos schon sehr
nahe am akustischen Vorbild. Gemeint sind die teils drastischen
Klangänderungen, die beim Klavier durch verschiedene Anschlagstärken
zu erzielen sind und auch den zeitlichen Klangverlauf insgesamt
bestimmen. Um die Möglichkeit zu schaffen, den digitalen
Klang nuancenreich zu spielen wie beim Original, wurden die
verschiedensten Verfahren entwickelt, bei denen der Originalklang
in mehrere Bestandteile zerlegt wird.
Mittels Multisampling werden verschiedene Tonlagen, teils auch
mit unterschiedlichen Anschlagstärken, des Instruments
aufgezeichnet und den entsprechenden Tastaturzonen zugewiesen.
Aufwendigere Systeme trennen Klanganteile wie Anschlag- und
Dämpfergeräusche und fügen diese abhängig
von Anschlagstärke und Tonbereich dem Grundklang zu. Einige
Instrumente sind sogar in der Lage, die akustischen Zusammenhänge
von Resonanzboden und Saiten mittels Physical Modeling zu reproduzieren.
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