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Synthesizer, Sampler, MIDI &
Co.
Einstieg in die Welt der elektronischen Klangerzeuger
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Das
Pitch-Wheel
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Wir werden
uns daran gewöhnen müssen, dass es im Umgang mit Keyboards
Fachausdrücke gibt, die aus dem englischen Sprachraum kommen.
So ist es z.B. beim "Pitch Wheel", das zu den gängigsten
Spielhilfen gehört und meist links neben der Tastatur zu
finden ist.
Die Übersetzung von Pitch Wheel würde in etwa "Tonhöhenrad"
lauten, womit sich die Funktion zumindest andeutet. Ein Geiger,
Gitarrist oder Bläser hat im Gegensatz zu einem Pianisten
stets die Möglichkeit mit der Tonhöhe "zu spielen"
- der Pianist muss mit seiner Einteilung von 12 Tönen je
Oktave leben.
Musikalisch - speziell in Hinsicht auf Ausdrucksstärke
und Lebendigkeit - kann es aber sinnvoll sein, eine Tonhöhe
in kleinen Bereichen (weiter unterhalb eines Halbtons) zu "umspielen".
Besonders wichtig wird dies natürlich dann, wenn man mit
einem Synthesizer oder Sampler ein Instrument imitieren möchte,
das über diese Möglichkeit verfügt (Streicher,
Bläser etc.).
Natürlich kann man dies auch per Aftertouch, allerdings
ist dies nicht für alle Anwendungen optimal.
Ein Pitch-Rad mag da besser geeignet sein, da man damit bequemer
die Tonhöhe nach oben wie nach unten variieren kann. Dazu
ist diese Spielhilfe meist vertikal zur Tastatur angebracht.
Bewegt man das Rad nach oben, dann geht die Tonhöhe nach
oben, bewegt man es nach unten, dann geht die Tonhöhe runter.
Damit man aber schnell wieder auf der richtigen (und damit auch
in der richtigen) Stimmung ist, sollte das Pitch Wheel über
eine Mittenrastung verfügen. Wie weit mit dem Pitch Wheel
die Tonhöhe beeinflusst werden soll, ist zumeist frei einstellbar.
Die Möglichkeiten reichen von leichten Tonhöhenverschiebungen
bis hin zu einer Veränderung über mehrere Oktaven.
Der Effekt wird übrigens auch als Pitch Bending (Ziehen
der Tonhöhe; vgl. das Saitenziehen von Gitarristen) bezeichnet.
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