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MIDI
Musical Instruments Digital Interface
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Controller
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Controller
sind eine sehr wichtige Ergänzung des MIDI-Standards. Sie
ermöglichen es, in Echtzeit Einfluss auf Parameter und
Funktionen zu nehmen - zum Spielen von Instrumenten ist das
ohne Frage ein wichtiger Aspekt, denn je vielseitiger die Möglichkeiten
der Steuerung sind, desto ausdrucksstärker kann ein Klang
gespielt werden. Das "Spielen" von Instrumenten ist
dabei allerdings ein weiter Begriff, denn im Bereich der Elektronischen
Musik hat das sicher andere Bedeutung als beim Musizieren mit
einem Digitalpiano.
Sind beim Digitalpiano lediglich die Anschlagdynamik und das
Zusammenspiel der Pedale zu berücksichtigen, hat die Klangkomposition
den Anspruch, jeden Klangverlauf bis ins kleinste Detail zu
kontrollieren.
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Im MIDI-Protokoll
sind 128 Controller-Nummern vorgesehen,
von denen längst nicht alle mit festen Funktionen belegt
sind. Jedoch kann man manche Spielhilfen der Synthesizer intern
auf eine andere Controller-Nummer umstellen und diese so übertragen.
Diese Fähigkeit ist die Voraussetzung dafür, den oben
erwähnten Filter-Sweep mit einem Sequenzer aufzuzeichnen
oder von einem externen
MIDI-Controller zu steuern.
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Es gibt drei Typen von
Controllern: 7-Bit-Continuous-Controller, 14-Bit-Continuous-Controller
und Controller Switches (Schalter). Ein Continuous Controller
steuert einen Geräteparameter, der in vielen Schritten
(quasi kontinuierlich) verändert werden soll.
Ein einzelnes Daten Byte besitzt 7 Bit für den zu sendenden
Parameter und kann einen Parameter mit einer Auflösung
von 128 Schritten übertragen. Bei 14-Bit-Controllern ist
eine wesentlich höhere Auflösung (128 x 128 = 16.384
Schritte) möglich. Dies wird möglich, durch die Verwendung
zweier Controller, wobei einer den "Grobwert" und
der andere den "Feinwert" bestimmt, in diesem Fall
ist die Rede von MSB und LSB.
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Eine weitere Form von
Controller-Kombinationen kommen bei GS- und XG-Systemen zum
Einsatz. Hier allerdings werden drei Controller-Nummern benötigt,
die zur Anwahl und Editierung von Klang- und System-Parametern
der Klangerzeuger dienen. Hier spricht man von NRPN-
und RPN-Controllern.
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Manche Geräteparameter
kennen nur zwei Zustände, nämlich Ein oder Aus (z.B.
der Portamento-Schalter). Zu ihrer Kontrolle über MIDI
steht dennoch ein ganzes Daten-Byte zur Verfügung. Hier
gilt die Regel: Sendet man einen Wert zwischen 0 und 63, so
wird dies als Aus interpretiert. Ein Daten-Byte mit einem Wert
zwischen 64 und 127 schaltet die gesteuerte Funktion ein.
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Der Gebrauch vieler
Continuous Controller erzeugt ein deutlich erhöhtes Datenaufkommen.
Dreht man ein Filter-Poti einmal bis zum Maximalwert, hat man
auf einen Schlag 128 Werte erzeugt. Übertragen auf ein
Arrangement, das aus vielen Tracks besteht, können jede
Menge Regelvorgänge parallel ablaufen (insbesondere bei
elektronischer Musik) , was einen MIDI-Bus schnell überlasten
kann. Daher ist hier also ein wenig Vorsicht geboten.
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Control-Change-Daten
setzen sich aus drei Daten-Bytes
zusammen, einem Status-Byte und zwei Daten-Bytes.
Das Status-Byte enthält die Information, dass es sich um
eine Control-Change-Nachricht handelt, und den MIDI-Kanal, auf
dem die Nachricht übermittelt wird. Das zweite Byte überträgt
die Controller-Nummer (0 bis 127), das dritte Byte den Wert
des zu steuernden Parameters (0 bis 127). Um die MIDI-Daten
zu reduzieren unterstützen mir Ausnahme einiger älterer
Synthesizer alle Geräte den so genannten Running
Mode, bei dem das Status-Byte unterdrückt wird, solange
die gleiche MIDI-Events aufeinander folgen.
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